Nachrichten aus dem Verband


 Neuigkeiten aus dem Verband:Kolpingtag der neuen Bundesländer

In Hettstedt trafen sich 500 Vertreter der Region Ost unterm Leitwort "Quellen des Miteinander" - Heilige Messe mit Bischof Dr. Feige und Generalpräses Dillenburg

Über die "Quellen des Miteinander" in Kirche und Welt sowie im deutschen und internatio-nalen Kolpingwerk dachten am 15. Juni 2019 rund 500 engagierte Kolpingmitglieder aus den östlichen Diözesanverbänden Magdeburg, Erfurt, Berlin, Dresden und Görlitz bei einem Treffen in Hettstedt (Sachsen-Anhalt) nach. Als Veranstaltungsort ihres 3. Kolpingtages bewährte sich einmal mehr das attraktive Gelände des Kolping-Bildungswerkes Hettstedt, das in besonderer Weise den Intentionen des Verbandsgründers Adolph Kolping folgt und hochanerkannter Bildungsträger für viele junge Leute mit Handicap ist. Wie Geschäftsführer Dr. Markus Feußner den interessierten Tagungsgästen erläuterte, bilde man behinderte bzw. gehandicapte Jugendliche in 28 Berufen aus und koche täglich u.a. auch 3.000 Essenportionen für das Umland. Nicht nur beim anwesenden Präsidenten des sächsischen Handwerkstages, sondern auch bei Kolpingfreunden aus Rumänien und Prag sowie allen Gästen fanden diese Leistungen höchste Anerkennung. Auch Bischof Dr.Gerhard Feige (Magdeburg), der mit den "Kolping-Geschwístern" in der "Halle der Nationen" des Hettstedter Bildungswerkes einen festlichen Abschlußgottesdienst feierte, zollte dem Gastgeber und dem Kolpingwerk viel Lob. In seiner Predigt, in der Feige die Frage nach "heutiger Hoffnung" stellte, betonte der Bischof u.a.: "Weil Adolph Kolping  christliche Hoffnung und einen weiten Horizont hatte, konnte er auch mit viel Zuversicht leben und sich der Wirklichkeit stellen." Generell, so Dr. Feige, sei "die Zukunft grundsätz-lich offen oder - wie es der Prager Theologe Halik formulierte - unser Leben eine permanente Prüfung im Fach Hoffnung". Ottmar Dillenburg, Generalpräses des in 61 Ländern verbreiteten Internationalen Kolping-werkes, war herzlich begrüßter Gast des 3. Kolpingtages und zeigte sich besonders darüber erfreut, dass die großherzige Kollekte des Gottesdienstes einem Integrationszentrum für behinderte Menschen in Rumänien (Caransebes) zu Gute kommt, zu dem die Thüringer Kolpinger seit Jahren enge Kontakte pflegen. Zum umfangreichen Rahmenprogramm des nicht alltäglichen Kolpingtreffens gehörten ein Konzert mit Liedermacher Gerhard Schöne ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen in Kirche und bei Kolping, aber auch zu "Missio"-Aktionen, zu Handwerks- oder Umweltfragen, und - kolpinggemäß - auch ganz praktische Tätigkeiten wie Arbeitsproben beim Steinmetz, das gemeinsame Töpfern, das Bauen von Nistkästen oder das Singen von Gospels. So konnte Regionalvorsitzender Andreas Brock (Greiz, DV Dresden-Meißen) am Ende des Tages den vielen Mitwirkenden und Gästen aus einem übervollem Herzen ein großes Dankeschön und ein frohes "Treu Kolping!" zurufen.   

    

Beeindruckende Erlebnisse in der Ukraine

Eine Delegation vom Kolpingwerk Diözesanverband Erfurt besuchte vom 27. April bis 4. Mai 2019 Projektpartner und Kolpingsfamilien in der Ukraine. Mit der Kolpingsfamilie Sadnjestrjansk wurde am ukrainischen Ostersonntag (28.4.) ein beeindruckender griechisch-katholischer Gottesdienst gefeiert. Überrascht wurden wir durch individuell gestaltete Osterkörbe, welche uns überreicht und während des Gottesdienstes gesegnet wurden. Nach einem gemeinsamen Osteressen besuchten wir die ersten Patenfamilien und überbrachten das Patengeld und Ostergrüße. Mittlerweile gibt es  26 Patenkinder, welche unterstützt werden. Die 15- köpfigen Reisegruppe war im Franziskanerkloster von Bilschivzi untergebracht, welches durch polnische Pater in den letzten Jahren liebevoll aufgebaut und eingerichtet wurde. In Bilschivzi besuchten wir auch das örtliche Altersheim. Die Freude über die mitgebrachten Spenden wie Rollstühle, Pflegeartikel und Ostersüßigkeiten war bei der Belegschaft und den Bewohnern gleichermaßen groß. Im Kindergarten von Sadnestrjansk freuten sich die Kinder besonders über die mitgebrachten Geschenke. Ihr einstudiertes Programm begeisterte uns sehr und brachte ihren Dank zum Ausdruck. Zu der Kindergartenleiterin, der Direktorin der Schule und der Bürgermeisterin des Ortes besteht seit Jahren ein sehr guter Kontakt. Sie überzeugen uns immer wieder von der Bereitschaft und dem Willen zu positiven Veränderungen und zum aktiven Mitgestalten. So wird Hilfe zur Selbsthilfe, schafft Vertrauen und fordert die örtlichen Behörden auf,  auch aktiv mitzuwirken. Ein tolles Programm bot uns am Montagabend die  Tanzgruppe von Sadnjestrjansk. Olexander Zastavnij, ein junger Mann aus dem Ort, leitet mehrere Tanzgruppen und leistet somit wertvolle Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Warum ist die Ukraine ein geteiltes Land? Diese Frage wurde bei einem Besuch  im Geschichtsmuseum der Stadt Burschtyn ausführlich erläutert. Der Museumsleiter gab interessante Einblicke in die Geschichte des Landes. Die Kolpingsfamilien in Ivano-Frankivsk, Chernovitz und Lemberg beeindruckten uns durch eine hohe Qualität ihrer Bildungsarbeit. Besonders das Projekt „Seniorenuniversität“ zeugt von Lebensfreude, generationenübergreifenden Lernen und einer aktiven Altersgestaltung. Ein tolles Projekt, zum Nachahmen auch in Deutschland empfohlen. Auch die Arbeit und der Einsatz für das Autismus- Zentrum der Kolpingsfamilie in Lemberg ist bewundernswert.

Ein herzlicher Dank an alle Kolpingfreunde in der Ukraine, allen Spendern und Begleitern in Deutschland, dem Internationalen Kolpingwerk und vor allem den Kolpingsfamilien im Diözesanverband Erfurt, welche durch ihre Spendenbereitschaft seit über 12 Jahren viele dieser Projekte erst ermöglichen. Bei allen Teilnehmern der Reise war trotz der anstrengenden Fahrt der Wille zur weiteren Hilfeleistung und Zusammenarbeit gewachsen. Wir freuen uns auf das nächste Projekt, dem Wiedersehen mit den ukrainischen Jugendlichen im Sommer 2019 in Thüringen.                                                                         Treu Kolping, oder wie sagt man so schön bei unseren ukrainischen Freunden zu Ostern: „Christus ist erstanden“, „er ist wahrhaft auferstanden“. Mit so viel Gottvertrauen muss die Zukunft gelingen.

 

 

  

Text:  Andreas Blümel   Foto: Maria Sander & Annette Müller

Diözesanversammlung in Erfurt

Ja zu einem Friedensprojekt

Kolping-Diözesanversammlung Erfurt blickte auf Europa - Bilanz der 19 Thüringer Kolpingsfamilien - Dank von Bistumsleitung, der "Region Ost" und der Stadt Erfurt

Ihr Ja zu einem freien, friedlichen und demokratischen Europa bekundeten die Vertreter von mehr als 500 Thüringer Kolpingmitgliedern auf ihrer diesjährigen Diözesanversammlung. Sie stellten sich damit hinter die engagierten Ausführungen des langjährigen Thüringer Europa-Abgeordneten Rolf Berend (Eichsfeld), der im Studienteil der Beratung über "Europa vor der Wahl" gesprochen und sehr anschaulich die vielen Vorzüge des geeinten Kontinentes hervor-gehoben hatte. Europa sei als Friedensprojekt und auch als Solidargemeinschaft alternativlos, so der Referent unter dem Beifall der Anwesenden.   

Für seine vielerorts sichtbaren Ideen und Taten erfuhr das Diözesan-Kolpingwerk am 6. April erneut große Anerkennung aus Kirche und Welt. So würdigte die Bistumsleitung in einem Brief an die Versammlung das Wirken der Kolpingsfamilien zum Wohle von Jugend, Familie, Senioren oder Eine Welt. Andreas Brock, Vorsitzender aller Kolping-Verbände der neuen Bundesländer, dankte für "verantwortliches Leben und solidarisches Handeln" der Thüringer Mitglieder und lud sie zum großen "Kolpingtag der Region Ost" am 15. Juni 2019 ins Kolping-Bildungswerk Hettstedt ein. Erfurts Sozialdezernentin Anka Hofmann-Domke dankte namens des OB inbesondere für die Arbeit in den beiden Kolping-Kindergärten der Stadt sowie im Thüringer Kolping-Bildungswerk.

Im Jahresberichtsheft sowie in der Diskussion der Beratung in den Räumen des Bildungs-werkes wurden weitere gute Ergebnisse des Vorjahres bilanziert. So organisierte die Kolpingjugend bereits zum vierten Male Partnerschaftstage in der Ukraine und nahm mit viel Elan an der Europa-Diskussion des deutschen Jugendtreff "sternenklar" teil. Bei den traditionellen Kolping-Kindertagen in Heiligenstadt beschäftigten sich diesmal 33 Jungen und Mädchen kindgemäß mit Fragen des Umweltschutzes.

Aber auch die Ergebnisse anderer Bereiche können sich sehen lassen: Über 2.800 Teilnehmer nahmen die Kolping-Angebote der offenen Erwachsenenbildung wahr. Allein bei den zwei Altkleidersammlungen im Eichsfeld wurden im Vorjahr 93 Tonnen gesammelt, wobei Kolping in ganz Thüringen insgesamt 480 Kleider-Container aufgestellt hat. Deren Erlös ist finanzielle Grundlage der Verbands- und Jugendarbeit sowie der Partnerschafts- und Katastrophenhilfe. Beim 68. Rumänien-Hilfstransport gingen diesmal wieder über 2.000 Weihnachtspakete an bedürftige Familien und soziale Einrichtungen in Rumänien.

Dankesworte fand Diözesanvorsitzender Hans-Josef Kowarsch ebenso für das von Dr.Thadäus König geleitete Thüringer Kolping-Bildungswerk, das sich nach wie vor erfolgreich um benachteiligte Jugendliche sowie Suchtkranke sorgt und an seinen fünf Thüringer Standorten in Fragen beruflicher Aus- und Weiterbildung einen ausgezeichneten Ruf erworben hat. Geehrt wurden auf der Konferenz einige besonders einsatzfreudige Vertreter verschiedener Kolpingsfamilien. Dr. Elisabeth Weiß aus Suhl, die von ihrer Heimatstadt als erste Katholikin mit dem Titel "Verdienter Bürger Suhls" geehrt wurde, bekam unter viel Beifall der Versammlung einen Blumenstrauß überreicht.   

    

   Text: Michael Meinung Fotos: Michael Meinung & Maria Weißenborn         

Kolping-Sühneandacht in Buchenwald

Am dritten Fastenwochenende trafen sich Mitglieder von Thüringer Kolpingsfamilien wieder zu ihrer traditionellen Sühneandacht auf dem Ettersberg bei Weimar. Die „Kolpinger“ aus Weimar, Pößneck, Suhl, Rudolstadt und Erfurt sowie weitere Gemeindemitglieder zogen mit ihren weithin sichtbaren Bannern betend über das weite Gelände der heutigen Gedenkstätte und gedachten an verschiedenen Stationen der vielen Opfer nazistischer Gewalt sowie auch aller Notleidenden unserer Tage. So beteten die Kolpingfreunde im Arrestbunker vor den Zellen des evangelischen Pfarrers Paul Schneider und des katholischen Prälaten Otto Neururer - ebenso im einstigen sowjetischen Speziallager sowie im Hof des früheren Krematoriums. Hier sprachen die Gläubigen gemeinsam das Friedensgebet des heiligen Franziskus "Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens...", nachdem sie an den vorhergehenden Kreuzwegstationen vorallem aus Zeitzeugnissen von Widerstandskämpfern gehört und dazu meditiert hatten. Der traditionelle Bußgang der Thüringer Kolping-Gemeinschaft endete mit dem Gebet für alle Opfer ungerechter Gewalt. Bereits seit 1958 organisieren die Thüringer Kolpingsfamilien Sühneandachten in der Kirchgemeinde Weimar bzw. im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, in dem während der Naziherrschaft mindestens zwei engagierte Kolpingmitglieder (Präses Richter und Geschäftsführer Theodor Babylon) den Märtyrertod starben.

 

Text: Michael Meinung  Fotos: Benno Wand

Vorständeseminar in Erfurt

Am 11. und 12. Januar trafen sich rund dreißg Kolpinger im Bildungshaus St. Ursula in Erfurt zum alljährlichen Vorständeseminar. Das Thema der Veranstaltung lautete "Kann Öffentlichkeitsarbeit mit Digitalisierung und Datenschutz gelingen?" Dementsprechend wurde am Freitagabend über die Digitalisierung in den verschiedenen Lebensbereichen gesprochen. Am Samstagvormittag war mit der Datenschutzbeauftragten Frau Ursula Becker-Rathmair eine äußert kompetente Ansprechpartnerin zum Thema Datenschutz zu Gast. Sie stellte die grundlegenden Inhalte des KDG (Kirchliches Datenschutzgesetz) vor und beantwortete die zahlreichen Fragen der Teilnehmer. Neben der thematischen Weiterbildung gab es für die Kolpingvorstände aus verschiedenen Orten Thüringens auch genügend Zeit zum gemütlichen Beisammensein und Austausch.

 

Text: Annette Müller Fotos: Benno Wand

Jahreswechsel in guter Gesellschaft

Zum ersten Mal wurde im vergangenen Jahr eine Freizeit zu Silvester angeboten. Zwölf Senioren verlebten im Schönstattzentrum bei Heiligenstadt den "Jahreswechsel in guter Gesellschaft". Neben Zeiten der Besinnung, Vorträgen und Ausflügen gab es eine gemütliche und stimmungsvolle Silvesterfeier.  Allen Teilnehmern gefiel diese frohe Gemeinschaft so gut, dass für dieses Jahr ein gleiche Veranstaltung geplant ist.

 

Text : Annette Müller    Fotos: Maria Sander


Verteilung der Weihnachtspakete in Rumänien


  

Weihnachtspaketaktion

Der Hilfstransport mit knapp 2000 Weihnachtspaketen ist am Freitag, dem 23. November, in Dumbravita einem Vorort von Timisoara angekommen. Die Spenden werden in der Adventzeit von den Kolpingfreunden vom Regionalverband Banat verteilt. Allen Spendern und Helfern sei ein herzliches Dankeschön gesagt.


Dankeschönabend in Dingelstädt

Am Freitag, dem 30. November fand im Gemeindehaus der katholischen Pfarrei in Dingelstädt der Dankeschönabend für alle ehrenamtlichen Helfer der Kolpinghilfe statt. knapp 70 Ehrenamtliche waren der Einladung gefolgt und erlebten einen kurzweiligen Abend in froher Gemeinschaft. Nach einem gemeinsamen Abendessen gab Annette Müller in einem Vortrag Informationen über die Hilfsaktionen des Jahres.


Adventswochenende der Kolpingjugend

Am 30. November - 2. Dezember trafen sich 19 Kolpingjugendliche auf der Bleibe bei Heiligenstadt zum traditionellen Adventswochenende. In adventlich gemütlicher Atmosphäre  wurde gebacken und gebastelt.


Großeltern-Enkel Wochenende

Mehr als 30 Großeltern und Enkelkindern verlebten ein wunderschönes Wochenende in der Bildungs- und Ferienstätte in Uder. Zum Thema "Der kleine Prinz" gab es neben thematischen Runden, viel Zeit für Spiel- und Bastelangebote. Eine Wanderung zum Alpakaparadies bei Heiligenstadt war ein tolles Erlebnis besonders für die Kinder. Den Gottesdienst feierte Pfarrer i.R. Franz Konradi am Samstagabend mit der Gruppe, ehe beim Kegelabend die Kinder haushoch gegen die Erwachsenen das Tunier gewannen. Am Sonntagvormittag wurde gemeinsam ein Film vom kleinen Prinzen angeschaut.  Das Wochenende gefiel allen sehr gut und beim Abschied wurde der Wunsch geäußert, auch in nächstem Jahr ein solches Angebot zu organisieren.



Text : Annette Müller    Fotos: Maria Sander


69. Hilfstransport für Rumänien

Knapp 2.000 Weihnachts-Pakete gingen von Heiligenstadt und Erfurt in die Partnerregion Banat

Rund 15 Tonnen Hilfsgüter hat das Thüringer Kolpingwerk am 21. November auf den Weg nach Rumänien geschíckt. Seit 1991 der 69. Hilfstransport ist wiederum für bedürftige Familien und Kinder sowie Notleidende in verschiedenen sozialen Einrichtungen der Region Banat bestimmt. Insgesamt haben die Thüringer Kolpingsfamilien und ihre Partner in Kirchgemeinden, Schulen und Kindergärten erneut rund 2.000 Weihnachts-Pakete gesammelt, von denen 700 für Schüler und Kinder und 1.300 für bedürftige rumänische Familien gepackt wurden. Zu den Hilfsgütern, die man vor allem im Eichsfeld, aber auch in Ost- und Südthüringen sowie in Erfurt sammelte, gehören auch Fahrräder, Gehhilfen, Rolllatoren, Berufsbekleidung, Bettwäsche sowie ansehnliche Geldbeträge. So sammelte allein die Kolpingsfamilie Erfurt 1.600 Euro für die Rumänienhilfe. Beim Verladen der Pakete auf dem Hof des Thüringer Kolping-Bildungswerkes an der Binderslebener Landstraße halfen erneut Schüler der staatlichen Erfurter Kolpingschule mit. 

 

 

Text: Michael Meinung   Fotos: Annette Müller & Benno Wand


Kolping-Gospelchor aus Everswinkel

Weil sie ihren Jahresausflug 2018 nach Thüringen unternehmen wollten, rief der Chorleiter schon im Herbst des vergangen Jahres im Kolpingbüro in Heiligenstadt an und fragte nach, ob wir ein paar Konzerte organisieren könnten. Es fanden Mitte Oktober drei wunderbare Konzerte in Beberstedt im Eichsfeld, in Eisenach und in Weimar statt. Ein Erlebnis und Hörgenuss für alle die daran teilgenommen haben. Ein Dank an die Kolpingschwestern und -brüder aus Everswinkel.

Text und Fotos: Annette Müller


Kolping-Kleidersammlung im Eichsfeld


Bistumswallfahrt in Erfurt

"Du bist uns Zuflucht und Stärke"

Bei der Bistumswallfahrt am 16. September in Erfurt waren zahlreiche Kolpinger dabei. Schon beim Wallfahrtsgottesdienst wehten mehr als zehn schwarz orange Kolpingbanner bei strahlendem Sonnenschein im Wind. Am Wallfahrtsnachmittag versorgte die Heiligenstädter Kolpingsfamilie die Wallfahrer mit leckeren Bratwürsten, Waffeln, Kaffee und Getränken. Die Kolpingjugend berichtete beim Markt der Möglichkeiten auf dem Domplatz von der Jugendbegegnung in der Ukraine, die im August stattgefunden hatte. Außerdem verkauften sie fairgehandelten Kaffee und kamen so mit vielen Wallfahrern ins Gespräch. Es war ein herzliches Miteinander und ein großes Fest des Glauben, das allen gefallen und gut getan hat.

 Text und Fotos: Annette Müller


Kolpingwallfahrt in Worbis

"Mut - Freude - Gottvertrauen"

Mit Protestplakaten, die am Vortag auf der Diözesankonferenz der Kolpingjugend entstanden und sich entschieden gegen braune Umtriebe in unserem Land wenden, bezog die Eichsfelder Kolpingjugend auf der 38. Thüringer Kolpingwallfahrt klare Position. Sie plädierte für "Bunt statt braun!" und bekam dafür den Beifall der über 300 Wallfahrer aus 16 Kolpingsfamilien. Das traditionelles Kolping-Treffen in "St. Antonius" hatte mit einem festlichen Gottesdienst, den Diözesanpräses Pfarrer Suitbert Schellenberg (Apolda) in Konzelebration mit vier Präsides feierte, begonnen. Herzlich begrüßt wurden dazu auch Kolpingmitglieder aus den Diözesen Aachen, Fulda und Hildesheim. Pfarrer Heinz-Peter Miebach (Diözesanpräses in Hildesheim) griff in seiner Predigt das Leitwort der Wallfahrt "Mut, Freude, Gottvertrauen" auf und sagte u.a.: "Ja, wir leben von Freude und Vertrauen. Aber, woher nehmen wir diese Dinge, die wir nicht selber machen können? - Unsere Quelle ist Gott. Deshalb sind wir Christen in Gott beheimatet und wollen, wie einst Adolph Kolping, jenen Heimat schenken, die keine haben. Und heute sind dies z.B. oft die Fremden!" Eingangs seiner Predigt berichtete Präses Miebach den Wallfahrern über seinen eigenen Weg zum Priestertum, der ihn aus dem Handwerkerstand an den Altar und folgerichtig auch in die Fußstapfen des Gesellenvaters Kolping führte. Im neuen Kolpinglied, das abschließend erklang, hatten die Wallfahrer ebenfalls auf ihre spezifische Motivation hingewiesen: "Wir sind Kolping, Menschen dieser Welt und wir sehen, das was wirklich zählt. Gottes Liebe weiter tragen, in die Welt hinein, zusammen leben, nicht allein." Nach geschwisterlichen Begegnungen der Thüringer und anderen Kolpingsfamilien im Klostergelände von St. Antonius endete der frohmachende Sonntag mit einer Dankandacht. Zum Rahmenprogramm der Wallfahrt trugen wieder die Worbiser Kolpingsfamilie und erstmalig der Kirchenchor "St. Nikolaus" aus Siemerode bei.  - Die Kolpingwallfahrten hatten 1980 in Etzelsbach, dem späteren Papst-Wallfahrtsort, begonnen und finden seit nunmehr 35 Jahren in St. Antonius Worbis statt.

 

Text: Michael Meinung   Fotos: Michael Meinung & Annette Müller


Kolping Familientag in Pößneck

60 Jahre vor Ort aktiv - Museums- und Ausstellungsbesuch fanden Gäste-Interesse

Beim traditionellen Familientag der Region Ost- und Südthüringen trafen sich am vergangenen Wochenende (25. Aug.) in Pößneck Vertreter aus sechs Kolpingsfamilien zu einem Tag frohmachender Begegnung. Nach einer Morgenandacht in St. Josef, bei der auch des 60jährigen Bestehens der örtlichen KF gedacht wurde, besuchten die Kolpinger aus Erfurt, Suhl, Rudolstadt, Saalfeld und Heiligenstadt zusammen mit den Einheimischen das neue Pößnecker Stadtmuseum, wobei sie sich unter sachkundiger Führung des örtlichen Kolpingvorsitzenden Andreas Blümel insbesondere mit der Geschichte des Christentums in der Stadt vertraut machten. Museumsführer Blümel, im Zivilberuf Leiter des städtischen Ordnungsamtes, hatte sich dazu extra eine Karmeliter-Kutte übergestreift. Was die Pößnecker Christen heute tun, um Alltagsprobleme von Mitbürgern lösen zu helfen oder Nichtgläubige mit Gott in Verbindung zu bringen, konnten die Kolpingmitglieder beim gemeinsamen Mittagessen im Pößnecker "Mittendrin e.V." erfahren, der sich in guter ökumenischer Gemeinschaft um Benachteiligte der Stadt kümmert. Ein besonderer Höhepunkt des Kolping-Familientages war der gemeinsame Besuch der noch bis zum 9. September zu sehenden Landesausstellung "Erlebnis Industriekultur". Mit 500 Schauobjekten aus ganz Thüringen wird dabei sehr informativ von Innovation und Wandel in der Arbeits- und Lebenswelt zwischen 1800 und 1920 erzählt. Da im Kolpingwerk bzw. im einstigen Gesellenverein soziale Fragen und Bewegungen schon immer viel Beachtung fanden, wird dieser Ausstellungsbesuch bei allen Gästen noch lange nachwirken. Dass Pößnecks Alt-Bürgermeister Michael Roolant, selbst Mitglied der örtlichen Kolpings-familie, die Thüringer Kolpingfreunde noch zu einem Kaffee in den mittelalterlichen Pulverturm einlud, rundete den Pößneck-Besuch besonders ab.

 

Text: Michael Meinung                    Fotos: Benno Wand 


Begegnungsfahrt nach Rumänien

Alljährlich organisiert das Kolpingwerk Diözesanverband Erfurt eine Begegnungsfahrt in eines der Partnerländer Rumänien oder Ukraine. Neben den Verantwortlichen der Kolpinghilfe sind auch Interessierte innerhalb und außerhalb des Verbandes eingeladen, mit auf die Reise zu gehen, um sich vor Ort ein Bild von den von Kolping finanzierten Projekten zu machen. Nebenher lernt man Land und Leute kennen und erlebt die große Gastfreundschaft der osteuropäischen Partner. Im Juni dieses Jahres machte sich eine Gruppe auf den Weg nach Rumänien. Als erste Station stand die Stadt Ineu im Kreis Arad auf dem Programm. Das ehemalige Kinderheim Ineu, welches schon seit 1991 Anlaufpunkt und Empfänger der Kolpinghilfe war, gibt es nicht mehr. Daraus ist eine integrative Schule geworden. Einige der ehemaligen Heimkinder werden aber auch heute noch unterstützt. Sie leben, nun als Erwachsene, auf einer Farm in der Nähe von Ineu. Bei einem Besuch wurden Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik und eine Spende dort gelassen. Die Bewohner können das alles sehr gut gebrauchen, die meisten von ihnen müssen von den 80 Euro Sozialhilfe leben, die der rumänische Staat monatlich zahlt. Auch die Patenkinder im Casa Elisabeta in Mocrea, nicht weit entfernt von Ineu, freuten sich über die deutschen Gäste und die mitgebrachten Geschenke. Die 15 Kinder, die dort betreut werden, kommen aus schwierigen familiären Verhältnissen oder haben keine Eltern mehr. Seit 2004 steht die Kolpinghilfe mit Patenschaften dieser Einrichtung bei. Nach einem Besuch bei der Kolpingsfamilie in Chisineu Cris, auch im Kreis Arad, ging die Reise weiter in den Süden des Landes nach Caransebes. Dort gibt es ein Kolpinghaus und seit zwei Jahren ein Integrationszentrum für Menschen mit Behinderung. Finanziert von der Aktion Mensch der deutschen Behindertenhilfe. Neben einer Besichtigung und der Begegnung mit den Klienten der Einrichtung, wurde gemeinsam überlegt, wie die Einrichtung nach Ende der Projektfinanzierung weiter laufen kann. Eine Weinverkostung im bekannten Weingut in Recas, gemeinsam mit rumänischen Kolpingfreunden, war ein besonders schönes Erlebnis. Interessant war zu erfahren, dass diese wohlschmeckenden Weine auch in deutschen Supermärkten zu finden sind. In Timisoara, der zweitgrößten Stadt Rumäniens, gab es auch viel Interessantes zu sehen. Das Kolpingwerk Rumänien möchte dort ein Kolping Gesellenhaus bauen, in dem der Kolping Regionalverband Banat, aber auch Studenten und andere Gäste Platz und Unterkunft finden sollen. Die Baustelle und die Pläne konnten die deutsche Gruppe schon anschauen, doch es gibt noch sehr viel Arbeit und manche Hindernisse zu bewältigen. Ein gemütliches gemeinsames Essen mit Vertretern aus zahlreichen rumänischen Kolpingsfamilien am letzten Abend gab reichlich Gelegenheit zu interessanten Gesprächen und gutem Austausch. Der Gottesdienst in der Wallfahrtskirche von Maria Radna in der Nähe von Lipova bildete den Abschluss der Reisewoche. Mit vielen neuen und guten Eindrücken kehrte die Gruppe am Samstagabend wieder zurück und kann nun berichten, wie es so aussieht in Rumänien.

 

  

  

Text und Fotos: Annette Müller


Regionalforum in Hettstedt

Kolpinger der neuen Bundesländer auf Regionalforum

In Hettstedt berieten Vertreter von vier Diözesanverbänden Zukunft ihres Verbandes

Rund 70 engagierte Kolpingmitglieder aus den vier östlichen Diözesanverbänden Magdeburg, Dresden, Görlitz und Erfurt überlegten am 14. April auf einem Regionalforum im Kolping-Bildungswerk Hettstedt, wie sie ihre örtlichen Kolpingsfamilien erneuern und fit für die Zukunft machen können. Dazu stellten die Kolpinger ihr Wirken in Kirche und Gesellschaft in sehr geschwisterlicher Diskussion auf den Prüfstand, wie es gegenwärtig - auf Anregung der Kolping-Bundesversammlung - auf insgesamt 20 regionalen Foren in ganz Deutschland getan wird. Die Hettstedter Versammlung orientierte sich dabei an den vier Themenbereichen des Zukunftsprozesses "Kolping Upgrade" (Klares Profil, Teil der katholischen Kirche, Mitgliederverband mit Verbandseinrichtungen, motivierte ehren- und hauptamtliche Mitstreiter), beleuchtete kritisch den Ist-Zustand des hiesigen Kolpingwerkes, zeigte sich generell aber auch nicht ängstlich gegenüber notwendigen Verbandsveränderungen. Andreas Brock, Vorsitzender der Region Ost, bekam so in der Aussprache auch Beifall für sein Statement: "Hier und heute habe ich den Herzschlag und den Widerspruch gespürt, was mir guten Mut für unsere gemeinsame Zukunft macht!" Ein Teilnehmer aus Kolumbien, der erstmals an einem derartigen Treffen begeistert teilnahm, brachte es auf den Punkt: "Ich habe heute erfahren: Kolping lebt!"

Die Ergebnisse aller Regionalforen sollen 2019 in Fulda beim bundesweiten Kolping-Zukunftsforum, das Weichen für den Gesamtverband stellen soll, zusammengeführt werden. Die Kolpinger der Region Ost, so Regionalsekretär Norbert Grellmann, treffen sich zuvor noch beim 3. Kolpingtag der neuen Bundesländer, ebenfalls in Hettstedt.

 

 

Text: Michael Meinung                    Fotos: Teilnehmer des Regionalforums


Diözesanversammlung in Erfurt

Herausforderungen und Stärken

Kolping-Diözesanversammlung bilanzierte Wirken der 20 Thüringer Kolpingsfamilien - Dank des Bischofs, der gesamten Region Ost sowie der Landeshauptstadt Erfurt

Viel Anerkennung für ihr Engagement in Kirche und Gesellschaft erfuhr das Thüringer Kolpingwerk auch auf seiner diesjährigen Diözesanversammlung am 7. April. So würdigte Bischof Dr. Ulrich Neymeyr in einem Dankbrief die beispielhaften Kolping-Aktivitäten fürs Bistum. Namens des OB der Landeshauptstadt dankte Sozialamtsleiter Guido Kläser den Kolpingern insbesondere für ihren Einsatz in der Flüchtlingshilfe sowie die großartige Unterstützung des Kolping-Bildungswerkes in der Sucht- und Jugendarbeit. Andreas Brock, Vorsitzender der "Region Ost", in der alle Kolping-Verbände der neuen Bundesländer vereint sind, dankte ebenfalls für gute Leistungen der 20 Kolpingsfamilien des Bistums Erfurt und lud sie zugleich ein, davon am kommenden Wochenende beim Regionalforum in Hettstedt sowie beim 2019 geplanten "Kolpingtag Ost" einem noch größerem Publikum zu berichten.

 Auf den 36 Seiten des Jahresberichtsheftes sowie in der lebhaften Diskussion der Beratung in den Räumen des Thüringer Kolping-Bildungswerkes wurden viele weitere Ergebnisse des Vorjahres bilanziert. So nahmen über 2.800 Teilnehmer die Kolping-Angebote der offenen Erwachsenenbildung wahr. 35 Jungen und Mädchen des Eichsfeldes beschäftigten sich bei den traditionellen Kolping-Kindertagen unter dem Thema "Gott ist online" mit sozialen Medien. Insgesamt wurden von den Thüringer Kolpingsfamilien und ihren fleißigen Helfern auch über 113 Tonnen Altkleider gesammelt, deren Erlös finanzielle Grundlage der Verbands- und Jugendarbeit sowie der Partnerschafts- und Katastrophenhilfe ist. Außerdem gingen im vergangenen November beim 68. Rumänien-Hilfstransport auch 2.148 Weihnachtspakete an Bedürftige im osteuropäischen Partnerland. Die besonders im Eichsfeld aktive Kolpingjugend setzte im Berichtszeitraum ihre eigenständige Partnerschaftsarbeit fort und begrüßte diesmal 18 Jugendliche aus der Ukraine in Heiligenstadt, mit denen sie u.a. das Erfurter Stasi-Gefängnis besuchte und sich zu Fragen der Demokratie austauschte. Dank für allen Tatendrang war für zwei Thüringer Jugendliche dann die wohl unvergessliche Teilnahme an der Generalversammlung des Internationalen Kolping-werkes in Peru.

Diözesanvorsitzender Hans-Josef Kowarsch  (Diakon aus Niederorschel) und Diözesanpräses Suitbert Schellenberg (Pfarrer i.R. in Apolda) wurden von der Versammlung einstimmig für vier Jahre wiedergewählt.

Im Studienteil der Beratung diskutierten die Teilnehmer und Gäste über Stärken und aktuelle Herausforderungen des Thüringer Kolpingwerkes, um sie 2020 im neuen Leitbild des Sozialverbandes zu verankern.    

              

                                                                                                                                              

    Text: Michael Meinung                    Fotos: Benno Wand                                      


  Kleidersammlung im Eichsfeld


 Sühneandacht in Buchenwald

Am dritten Samstag in der Fastenzeit trafen sich etwa dreißig Kolpingmitglieder aus  Süd- und Ostthüringen, sowie einige Eichsfelder von der Kolpingsfamilie Heiligenstadt, am Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald zur Sühneandacht. Pfarrer i.R. Horst Klemm aus Weimar leitete die Andacht und führte die betende Gemeinschaft mit sieben Kreuzweg-Stationen über das weitläufige Gelände. Die im eisigen Wind wehenden Kolpingbanner weckten Aufmerksamkeit bei anderen Besuchern, denen die Kolpingmitglieder gern Auskunft gaben über die Intension der Sühneandacht. Schon seit 1958, also genau seit sechzig Jahren, gedenken die Kolpinger mit dieser Sühneandacht auf dem Gelände den vielen Opfern die während der NS-Diktatur und im sowjetischen Speziallager ermordet wurden oder Grausames erlitten haben. Die Andacht soll ein Zeichen wider das Vergessen sein. Im Anschluss an den 90 minütigen Kreuzweg waren alle Teilnehmer ins Weimarer Pfarrzentrum zu Kaffee und Kuchen eingeladen, den die Weimarer Kolpingfreunde vorbereitet hatten.

 

 

Text und Fotos: Annette Müller


Regionalversammlung in Roßbach

Traditionell am letzten Wochenende im Januar treffen sich die ostdeutschen Kolping Diözesanverbände zu einer Regionalversammlung. Seit einigen Jahren findet dieses Treffen in Roßbach in der Nähe von Freiburg im Bistum Magdeburg statt. Dabei geht es um Erfahrungsaustausch und Planung gemeinsamer Veranstaltungen. In diesem Jahr nahmen 29 Kolpingschwestern und -brüder an der Regionalversammlung teil, sieben Delegierte waren vom DV Erfurt in Roßbach angereist. Besprochen wurden unter anderem die Teilnahme am Regionalforum in Hettstedt im April 2018 und ein geplanter Regionaltag Ost im Jahr 2019. Die Delegierten tauschten sich über Probleme wie Auflösungen von Kolpingsfamilien, Überalterung und fehlenden Mitgliedernachwuchs aus. Berichtet wurde aber auch von gelungenen Veranstaltungen und Aktionen, die Mut zum Weitermachen geben.

 

Text und Fotos: Annette Müller


„160 Jahre Kolping treu“

Die Kolpingsfamilie Heiligenstadt feiert ihr 160jähriges Bestehen

Am Samstag, den 20. Januar 2018, feierte Weihbischof Dr. Reinhard Hauke gemeinsam mit der Heiligenstädter Kolpingsfamilie und zahlreichen Gästen den feierlichen Dankgottesdienst zum 160. Gründungsjubiläum. Mit am Altar in der Hauskapelle des St. Vincenz Krankenhauses standen Propst Hartmut Gremler, der Kolping Diözesanpräses Pfarrer i.R. Suitbert Schellenberg und der Präses der Kolpingsfamilie Heiligenstadt Rektor Tobias Reinhold. In seiner Festpredigt ging der Weihbischof auf das Wirken Adolph Kolpings ein, der die Nöte der Zeit erkannte und sich besonders um junge Erwachsene kümmerte und ihnen geistliche und soziale Heimat gab. Auch heute tun die Kolpingsfamilien viel Gutes mit Sammelaktionen und üben damit tätige Nächstenliebe. Dies sei sehr wichtig in der heutigen Zeit. Im Anschluss des Gottesdienstes war die Festgemeinde in das Haus Vitalis der Raphael Gesellschaft gGmbH zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Der Geschäftsführer des Kolping Bildungswerkes Thüringen e.V., Thadäus König, ging in seinem Festvortrag auf das Engagement des Kolpingwerkes in der heutigen Zeit ein. Aufbauend auf das Zitat Adolph Kolpings „Tut jeder in seinem Kreise das Beste, wird's bald in der Welt auch besser aussehen.“ ging er auf die sozialen Aufgaben und Möglichkeiten der Kolpingsfamilien und der Kolping Bildungseinrichtungen ein. Sich bei Kolping zu engagieren gibt jedem die Gelegenheit die Welt ein kleines Stück besser zu machen. In lockerer Form, wie es bei Kolping üblich ist, sprachen viele Gäste dann noch Grußworte und Glückwünsche aus. Nach dem gemeinsamen Abendessen klang die Jubiläumsfeier im Kreis der Kolpingsfamilie aus.

 

Text und Fotos: Annette Müller


„Leuchttürme in der Zivilgesellschaft“

Zu einem Bildungsseminar trafen sich am zweiten Samstag im Januar dreißig Teilnehmer aus den Vorständen der Kolpingsfamilien des Kolpingwerk Diözesanverband Erfurt im Bildungshaus St. Ursula in Erfurt. Der Referent Heinrich Wullhorst aus Duisburg stellte dabei sein Buch „Leuchtturm oder Kerzenstummel“ vor, in dem er die Situation und den Auftrag katholischer Verbände in der heutigen Gesellschaft beschreibt. Für die Vorstandsmitglieder aus 12 Kolpingsfamilien gaben die Ausführungen des Referenten nicht nur interessante Einblicke in die Geschichte und die Aktivitäten anderer Verbände, es wurde auch über die eigene Verbandsarbeit nachgedacht. Dabei wurden Schwächen und Risiken des Verbandes wie der hohe Altersdurchschnitt und die schwindenden Mitgliederzahlen offen ausgesprochen. Doch es kamen auch die Stärken und Chancen zur Sprache, wie das große soziale Engagement bei den Sammelaktionen für die osteuropäischen Partner, die generationsübergreifenden Angebote der Bildungsarbeit und die aktive Kolpingjugend. All dies sind kleine Leuchttürme, die in unserer Gesellschaft dringend braucht werden und die ihre Leuchtkraft nicht verloren haben. Motivation genug sich bei Kolping in den Gemeinden, in den Kolpingsfamilien und im Verband zu engagieren.

Text und Fotos: Annette Müller


Spendenverteilung in Rumänien

In den letzten Wochen erreichten uns zahlreiche Fotos und Berichte von der Verteilung der Pakete und Spenden in Rumänien. Auch ein Brief von der Vorsitzenden des Kolpingwerkes Rumänien Daniela Barbulescu drückt die Dankbarkeit unserer Partner aus.

Danke Kolping Diozösanverband Kolping Erfurt!

Wie jedes Jahr, ist auch diesmal der LKW mit Paketen und verschiedenen Sachen von Euch angekommen. Unsere Mitglieder, von den Kolpingsfamilien Dumbravita, Santa Maria Timisoara, Millenium Timisoara, Sanandrei, Liebling, Cenad, Chisineu Cris, Pecica, Uivar, Otelec sowie Marius Sabau mit Söhnen vom Zentrum fur Behinderte Carani haben an der Entladung der Pakete in Dumbravita teilgenommen. Unsre Gastgeber waren die Mitglieder Kolpingsfamilie Dumbravita. Nach der gesamten Entladung, die am Samstag den 25.11.2017stattgefunden hat, wurden die Pakete an die obengenannten Kolpingsfamilien verteilt. Am Montag wurden auch die Pakete für Ineu und Mocrea abgeholt. Jede der Kolpingsfamilien verteilt Pakete mit Süßigkeiten an die Kinder der Pfarrein, an die eigenen Mitglieder und an Krankenhäuser (Kolpingsfamilie Cenad), Sozialküchen (Kolping Sfanta Maria), Kindergärten und elternlose Kinder und Jugendliche (Chisineu Cris), Liebling (Zentrum fur Personen mit auditiver Behinderung). Die Kinderbetten wurden an Familien aus der Umgebung von Dumbravita verteilt. Desgleichen werden Pakete an das Integrationszentrum Caransebes, Kolping Banat, Kolping Rumänien und an an die „Kolping Kinder- und Jugendtagestätte Oituz“ verschickt. Die Krankenhausliegen wurden von der Caritas Temeswar übernommen. Fotos von der Verteilung der Pakete und von den Aktionen, die die Kolpingsfamilien organisieren, werden noch im Laufe des Montas Dezember an den Diozösenverband Erfurt verschickt. Die erste Aktion die nach der Entladung der Hilfsgüter stattgefunden hat, war der Schachettbewerb für Kinder und Jugendliche am Sonntag, am 26.11.2017.                                                                                                                                                                        Wir danken für Euren Einsatz, die Begeisterung Sachen zu sammeln, die andren Menschen nützlich sind. 

Treu Kolping!                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Daniela Barbulescu                                                                                                                                                                                                                                                            Vorsitzende Kolping Romania

 

 

    

 

 

Fotos: aus Rumänien            Text: Annette Müller


Dankeschönabend in Heiligenstadt

Zum Dankeschönabend am 1. Dezember waren etwa 70 ehrenamtliche Helfer ins Bergkloster nach Heiligenstadt gekommen. Nach Begrüßung und Dankesworten gab es ein gemeinsamen Abendessen. Anschließend berichtete die Diözesansekretärin Annette Müller in einem Vortrag von den Projekten und Begegnungen in Rumänien und der Ukraine, um den Helfern zu zeigen, wie die Spenden verwendet werden. Schon traditionell ist die Tombola bei der unter anderem Geschenke aus den Partnerländern verlost werden. Diese Dankeschönveranstaltung wird nicht von Spendengeldern sondern von Zuwendungen der Thüringer Ehrenamtsstiftung finanziert.

 

Text und Fotos: Annette Müller


Weihnachtspaketaktion

Seit Anfang November wurden in ganz Thüringen Weihnachtspakete für Familien und speziell für Kinder gesammelt. Neben den Kolpingsfamilien beteiligten sich zahlreiche Pfarreien, Schulen und Kindergärten an der Aktion, die schon auf eine 27 jährige Tradition zurückschauen konnte. Von der guten Beteiligung sind die Organisatoren überwältigt. So konnten am 23. November in Heiligenstadt und Erfurt 2.118 Pakete und viele andere Hilfsgüter, wie Rollstühle, Rolatoren, Kindergartenbetten, Kleidung, Spielzeug und 840 kg Mehl, eine Spende von der Mühle in Bad Langensalza, auf den Lkw geladen werden. Die langjährigen Partner vom Kolping Regionalverband Banat werden die kostbare Fracht entgegennehmen und in der Vorweihnachtszeit an bedürftige Familien und soziale Einrichtungen verteilen. Alles Spendern und ehrenamtlichen Helfern dieser Aktion ein herzliches Dankeschön!

 

Text und Fotos: Annette Müller


Familienwochenende in Uder

Vom 10. - 12. November nahmen sieben Familien aus Gerstungen, Neudietendorf und Heiligenstadt an einem Wochenende zum Thema " Familie - mittendrin im Leben" teil. Gemeinsame Kegelabende, Wanderungen und Holzwerkstatt machte Eltern und Kindern gleichermaßen Spaß. Am Samstag Vormittag konnten die Familien mit Hilfe von Mitarbeitern des Meifa-Projektes aus Erfurt in die Welt der Apps eintauchen oder einen Fotowürfel batseln. Beim gemeinsam Gottesdienst am Samstag ging Pfarrer Franz Konradi auf den St. Martinstag ein.

 

 Text und Fotos: Annette Müller


Großeltern-Enkel Wochenende

Fünf Großeltern verbrachten vom 6. - 8. Oktober gemeinsam mit ihren Enkel ein thematisches Wochenende im Jugend- und Bildungshaus Marcel Callo in Heiligenstadt. Unter dem Motto "Oma und Opa erzählt doch mal ... " machte die Gruppe eine Zeitreise in die Zeit der DDR und Wende. Der Besuch im Grenzlandmuseum Schifflersgrund war für alle ein besonders beeindruckendes Erlebnis. Mit Dingen aus der DDR wie Ausweisen, Geld, FDJ - Bluse und ähnlichem konnte den Kindern diese Zeit nahe gebracht werden und den Großeltern fiel so manches spannendes Erlebnis dazu ein. Das Buch "Das Wunder von Germausia" von Beate Funke begleitete das Wochenende und hielt schöne Geschichten für die Kinder bereit. Den Gottesdienst am Samstagabend feierte Pfarrer Bertram Vogt und er brachte mit seiner Kirchenmaus besonders für die Kinder eine nette Besucherin mit.

 

Text und Fotos: Annette Müller


Kleidersammlung im Eichsfeld

Am 23. September waren die Eichsfelder wieder aufgerufen den Kolpingsfamilien ihre Altkleider zu spenden. Viele Helfer und Fahrzeuge waren unterwegs und so konnten 4 Sattelzüge mit 44 Tonnen Kleiderspenden beladen werden. Diese traditionelle Sammelaktion erfreut sich nun schon seit 27 Jahren sehr guter Beteiligung und ist eins der finanziellen Standbeine der Kolpinghilfe. Neben den Kolpingmitgliedern sind ebenso viele andere Helfer aktiv dabei. Viele Handwerker, Fimen und Institutionen stellen kostenlos ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Dafür sind die Kolpingsfamilien sehr dankbar und nur so ist der Erfolg der alljährlich zweimal stattfindenden Sammlung zu erklären. 

 Text: Annette Müller  Fotos: Wolfgang Simon


Bistumswallfahrt in Erfurt

Mit dem Kolping Kampagne-Mobil beteiligte sich unser Verband am Markt der Möglichenkeiten bei der Bistumswallfahrt am 17. September auf dem Erfurter Domplatz. Besonders Familien mit Kindern wurden von der knallorangen Hüpfburg und den Angeboten des Kampagne-Mobils angezogen und wurden auf Kolping aufmerksam.

 

Text und Fotos: Annette Müller


Kolpingwallfahrt in Worbis

"Glauben wagen - Vielfalt leben"

Mit einem festlichen Gottesdienst, den der Erfurter Diözesanpräses Pfarrer Suitbert Schellenberg (Apolda) in Konzelebration mit sieben Präsides und einer großen Gemeinde feierte, begann am Sonntag, dem 3.9., in St. Antonius von Worbis die traditionelle Thüringer Kolpingwallfahrt. Besonders herzlich begrüßt wurden dabei Kolpingmitglieder aus der rumänischen Partnerregion Banat, die gegenwärtig Gäste des DV Erfurt sind. Ebenso erfreut hieß man Kolpingfreunde aus den Diözesen Aachen, Fulda und Hildesheim willkommen. Pfarrer Armin Kensbock (Köthen, Diözesanpräses in Magdeburg) griff in seiner Predigt engagiert das Leitwort des Treffens auf und sagte u.a. - mit Andeutung auf den amerikanischen Präsidenten: "Für uns kann es nicht zuerst um unser Land gehen. Als Christen haben wir eine andere Weltsicht. Für uns steht der Glaube an Christus an erster Stelle und aus ihm heraus gestalten wir dann unser Leben und die Gesellschaft." Zwar bleibe der Glaube, so der Prediger, immer ein Wagnis, er könne aber zu jeder Zeit Menschen und Gesellschaften verändern. "Und wenn wir von in Vielfalt leben sprechen, dann meinen wir nicht Beliebigkeit, sondern leben in der Wahrheit", so Präses Kensbock abschließend. Nach geschwisterlichen Begegnungen der gut 20 Kolpingsfamilien im Klostergelände von St. Antonius und der Segnung des neuen Diözesan-Kolpingbusses (vom Bonifatiuswerk Paderborn für die Kolpingsarbeit im Bistum) endete der frohmachende Tag mit einer Dankandacht. Dabei berichteten junge Helfer der traditionellen "Kolping-Kindertage" über das jüngste Ferien-Treffen nahe Heiligenstadt. Dort habe man im August mit 37 Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Eichsfeldorten unter dem Motto "Gott ist online" gemeinsam über den sinnvollen Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln nachgedacht und dazu u.a. eine Exkursion in die Fachhochschule Nordhausen unternommen. Anmerkenswert: Einige Teilnehmer von "Kindertagen", die immerhin seit 15 Jahren stattfinden, fanden schon den Weg in örtliche Kolpingsfamilien - auch wenn dies noch bescheidene Anfänge sind. Zum guten Rahmenprogramm der 37. Kolping-Diözesan-Wallfahrt trugen auch diesmal die Worbiser Kolpingsfamilie und der örtliche Kirchenchor bei. 

         

    

Text: Michael Meinung                    Fotos: Benno Wand       


Schöner Familientag zu 20 Jahre Kolping in Saalfeld

Mit dem traditionellen "Familientag" der Ost- und Südthüringer Kolpingsfamilien beging am letzten Sonntag (13. August) die Kolpinggemeinschaft von Saalfeld ihr 20jähriges Bestehen. Ortspfarrer Bruno Wagner und Diözesanpräses Suitbert Schellenberg (Apolda) sowie Vertreter aus sechs Kolpingsfamilien der Diözese würdigten dabei das beachtliche Enga-gement der relativ kleinen Saalfelder Kolpingschar. So gehöre sie zu den Aktivposten der Pfarrgemeinde, sei bei der Rumänien- und Ukrainehilfe vorbildlich und werde von den Mitchristen besonders wegen ihrer Aktion Fastensuppe oder dem ökumenischen Einsatz hoch geschätzt. Ausgehend von der Elia-Lesung ging Pfarrer Wagner als Prediger des Festhochamtes der Frage nach, wie heutige Glaubens-Praxis aussehen müsse. Denn: "Immer schon hat es Abwendungen von Gott gegeben, aber stets auch Zeichen der Gegenwart Gottes unter uns." Dies sei Tröstung für die Gegenwart, aber ebenso persönlicher Auftrag an jeden, Gott zu suchen. In dieser Intention standen auch die Fürbitten des Gottesdienstes, als die Gemeinde und die Gäste aus Rudolstadt, Bad Blankenburg, Pößneck, Erfurt, Suhl und Wolfmannshausen darum beteten, die Zeichen der Zeit zu erkennen und einen gemeinsamen Neubeginn wagen wollten. Bei der "Geburtstagsfeier" im Gemeindehaus wurden von den Gästen dann nicht nur Segens-wünsche an die Jubilarin überbracht. Kolping-Diözesanpräses Pfarrer Schellenberg dankte man besonders dafür, dass er in Saalfeld gern öfters priesterliche Vertretungen übernimmt. Der Familientag endete anläßlich der 500jährigen Wiederkehr der Reformation mit einer Andacht in der evangelischen Johanniskirche von Saalfeld, die man zuvor bei einer profunden Kirchenführung kennen gelernt hatte. Das Gebet vom Kölner "Kolpingtag 2015" unter dem Leitwort "Mut tut gut" beendete einen gewiß noch längere Zeit sehr positiv nachwirkenden Kolping-Familientag.    

                 

Text und Fotos: Michael Meinung                                                            


Kolping Kindertage

Die letzte Ferienwoche verbrachten 35 Kinder und Jugendliche bei den Kolping Kindertagen auf der Bleibe bei Heiligenstadt. Das Thema „Gott ist online“ lässt vermuten, dass sich die Teilnehmer mit Internet, Smartphone & Co beschäftigten. Doch es ging mehr um den kontrollierten und sinnvollen Umgang mit der Technik. Die Kinder tauschten sich über soziale Netzwerke aus und erfuhren welche Gefahren sich dahinter verbergen können. Interessant war auch, welche Materialien in einem Smartphone stecken, wo diese herkommen und wie sie oft unter schwierigen Bedingungen abgebaut werden. Bei einem Ausflug nach Nordhausen erfuhren die Kinder bei einem Vortrag in der Fachhochschule etwas über das Recyceln von Handys und anderen technischen Geräten. Im Schwimmbad in Bad Sachsa, beim Basteln, Spielen, Lagerfeuer und Nachtwanderung fiel es den Kindern nicht schwer ohne ihr Smartphone auszukommen. Bei sommerlichem Wetter konnte gezeltet werden und das Austoben auf der Hüpfburg war super. Der Gottesdienst am Freitagnachmittag, zu dem die Eltern eingeladen waren, bildete den Abschluss der Kolping Kindertage.  

    

 

Text und Fotos: Annette Müller


Reisefreizeit 1 in Ohlstadt

Ein Reisegruppe war vom 11. -16. Juni im Voralpenland unterwegs. Das Quartier im Kolpinghotel "Alpenblick" in Ohlstadt erfüllte alle Erwartungen und war idealer Ausgangspunkt für die wunderschönen Ausflüge in die Umgebung. Die Kolpingschwester Maria Sander aus Tabarz hatte als Reiseleiterin ein interessantes Programm erstellt und die Gruppe kompetent und einfühlsam geleitet. Alle 35 Teilnehmer waren begeistert von den schönen Erlebnissen und der guten Gemeinschaft.

 

Text: Annette Müller  Foto: Maria Sander


Boni-Bus für den Diözesanverband

Am 7. Juni konnten der Vorsitzende des DV Erfurt Hans-Josef Kowarsch und die Diözesansekretärin Annette Müller beim Bonifatiuswerk in Paderborn einen neuen Boni-Bus in Empfang nehmen. Der Bus wird für die Aktivitäten des Verbandes zur Verfügung stehen, besonders für die Kolpinghilfe und die Jugendarbeit.

 

Text und Fotos: Annette Müller


Begegnungsfahrt in die Ukraine

Vom 7. - 13. Mai war eine zehnköpfige Delegation vom Kolpingwerk Erfurt in der Ukraine unterwegs. Während der Reise besuchte die Gruppe alle Partner und Projekte die in der seit 2006 bestehenden Partnerschaft unterstützt werden. So überbrachten sie Spenden in einem Altenheim, Geschenke und finanzille Unterstützung für 25 Patenfamilien in Sadnestrjansk und Umgebung, besuchten Kolpingsfamilien in Ivano Frankivsk, Cernovitz und Lviv. Dort werden ein Gesundheitszentrum, ein Autismuszentrum und mehrere Seniorenuniversitäten von den Kolpingfamilien organisiert. Die vielen interessanten Eindrücke und  die herzliche Aufnahme überall überwältigte die deutschen Reiseteilnehmer.

Begrüßung bei der Anreise

 


Text und Fotos: Annette Müller

 


Kleidersammlung mit super Ergebnis

Bei der Kleidersammlung im Eichsfeld am 8. April sammelten die Kolpingsfamilien und zahlreiche andere Gemeinden stolze 68 Tonnen Altkleider für den guten Zweck. Ein gutes Ergebnis wie schon seit Jahren nicht. Alle vier großen LKW´s wurden bis zum Rand von den fleißgen Helfern mit Kleidersäcken vollgepackt. Insgesamt waren fast 90 Gemeinden  an der Aktion beteiligt und über 50 Fahrzeuge unterwegs. Etwa 200 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen haben zum Erfolg der Sammlung beigetragen. Allen ein herzliches Dankeschön! Die Kolpingsfamilien stellen den finanziellen Erlös die Aktion der Kolpinghilfe zur Verfügung. Die Spenden werden für die Partner in Rumänien und in der Ukraine und zur Unterstützung in Katastrophengebieten verwendet. So soll z.B. den Menschen  im Südsudan und Somalia, die von Dürre und Hungersnot bedroht sind, eine Spende zukommen.

Auch die Kolpingsfamilie Dingelstädt war mit im Einsatz.

In Leinefelde wurden die Kleidersäcke auf dem Zentralen Platz verladen.

Text und Fotos: Annette Müller


Diözesanversammlung in Erfurt

Zur ihrer Diözesanversammlung trafen sich am vergangenen Samstag (1. April) die 21 Thüringer Kolpingsfamilien in der Aula des Kolping Bildungswerkes Thüringen e.V. in Erfurt. Der Rückblick und Bericht zur Arbeit des vergangenen Jahres stand auf der Tagesordnung, wie auch die Planung der Zukunft des Diözesanverbandes Erfurt. Gäste und Vertreter vom Familienbund der Katholiken, vom Bischöflichen Bildungswerk, von der Caritas sowie aus dem Kolping Diözesanverband Magdeburg nahmen an der Versammlung teil.

Im Studienteil hörten die etwa sechzig Teilnehmer einen Vortrag zum aktuellen Thema „Reformation“. Der Referent Dr. Sebastian Holzbrecher aus Erfurt verstand es den Zuhörern in seinem sehr interessanten Vortrag die Stellung der katholischen Kirche zu Martin Luther und der Reformation über die Jahrhunderte hinweg lebendig und kurzweilig vorzustellen.

Im Versammlungsteil am Nachmittag wurden einige Kolpingsfamilien gewürdigt, die sich bei der Mitgliederwerbung und beim sozialen Engagement besonders eingesetzt haben. Begeistert waren die  Delegierten vom Bericht der sehr aktiven Kolpingjugend.  Einige Neuigkeiten gab es auch zu verkünden, so zum Beispiel, das zum ersten Mal eine Vertreterin des doch kleinen Diözesanverbandes an der Generalversammlung, also dem weltweiten Treffen des Kolpingwerkes, teilnimmt. Julia Klaus aus Gernrode, die neue Jugendbeauftragte im DV Erfurt, fliegt im September mit nach Peru. Die Versammlung beendete am Nachmittag der Diözesanpräses Pfarrer Suitbert Schellenberg mit einem Gebet und dem Segen.

Text und Fotos: Annette Müller


Kolping-Sühne-Kreuzweg in Buchenwald

Am 3. Fastenwochenende beteten Thüringer Kolpingsfamilien wieder auf dem Ettersberg

Zu ihrer traditionellen Sühneandacht trafen sich am dritten Fastenwochenende (18.3.2017) erneut zahlreiche Mitglieder des Thüringer Kolpingwerkes auf dem Ettersberg bei Weimar. Die „Kolpinger“ aus Weimar, Pößneck, Suhl, Rudolstadt und Erfurt zogen bei stürmischem Aprilwetter betend und meditierend über das weite Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Dabei gedachten sie an sieben Kreuzweg-Stationen der damaligen und heutigen Opfer ungerechter Gewalt. So erinnerten sie an die in diesem KZ ermordeten Kolpingmitglieder, an getötete weitere Christen, aber auch an alle anderen Nazi-Opfer.

In dieser Intention beteten die Kolpingfreunde vor den Bunker-Zellen des evangelischen Pfarrers Paul Schneider und des ebenfalls hier ermordeten katholischen Prälaten Otto Neururer. Ein christliches Memento hielten sie ebenso am einstigen sowjetischen Speziallager, in dem nach 1945 rund 7.000 Menschen starben, sowie im Hof des ehemaligen Krematoriums, das zum Friedhof für 56.000 Menschen wurde.

Pfarrer Horst Klemm, der die Sühneandacht seit Jahren leitet, stellte während des 90minütigen Kreuzweges - ausgehend von Bibelworten - tiefgehende Betrachtungen zu Kreuz und Leid an, die für Christenmenschen aber letztlich in österlicher Hoffnung aufgehoben seien. Der traditionelle Bußgang der Thüringer Kolping-Gemeinschaft endete mit dem Gebet für alle Opfer und die vielen Notleidenden unserer Zeit sowie dem gemeinsamen Gesang von "Christ ist erstanden".

Bereits seit 1958 organisieren die Thüringer Kolpingsfamilien Sühneandachten in Weimar bzw. im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, in dem während der NS-Herrschaft auch mindestens zwei Kolpingmitglieder den Märtyerertod starben.

Text: Michael Meinung                    Fotos: Benno Wand


Vorständeseminar

Am 13. und 14. Januar 2017 trafen sich im Jugend- und Bildungshaus Marcel-Callo in Heiligenstadt Vorstandsmitglieger und Verantwortliche aus den einzelnen Kolpingsfamilien zum jährlichen Vorständeseminar. In diesem Jahr wurde sich mit dem Leitbild des Kolpingwerkes  Deutschland und mit dem Thema "Kolping auf dem Weg in die Zukunft" beschäftigt. Neben Weiterbildung und Schulung dient dieses Zusammentreffen auch immer dem Erfahrungsaustausch und dem geselligen Beisammensein.

            

Text und Fotos: Annette Müller


Weihnachtsbesuch in der Ukraine

Viel Freude löste kurz vor Jahresende 2016 die Kolpingsfamilie Pößneck aus: Sie besuchte im ukrainischen Dorf Sadnjestrjansk die 24 Patenkinder des Diözesanverbandes Erfurt und überreichte ihnen Geschenke und Süßigkeiten sowie die jedem von ihnen zugesagte regelmäßige Geldspende. Besondere Dankbarkeit kam z.B. beim Besuch der Familie Jaremtschuk auf, deren elf Kinder zwischen zwei und 16 Jahren die Thüringer Bescherung kaum erwarten konnten (unteres Foto).

 

Aber auch die Jugendtanzgruppe Zastavnij, die gerade in ihrem Proberaum in der Schule übte, freute sich über die Gäste aus Thüringen. Diesmal hatten die Pößnecker unter Leitung von Andreas Blümel (Mitglied des Kolping-Bundesvorstandes und Vorsitzender der örtlichen Kolpingsfamilie) eine beachtliche Geldspende der Thüringer Kolpingjugend mitgebracht, die in die Vereinsarbeit der jungen ukrainischen Tänzer einfließen wird. Immerhin ist man mehrfacher Wettbewerbssieger und auch für die sinnvolle Freizeitbeschäftigung der Dorfjugend nicht unwichtig (Foto).

 

Bei ihrem Weihnachts- bzw. Neujahrsbesuch schauten die Pößnecker Kolpingvertreter ebenso im Kindergarten von Sadnjestrjansk vorbei und übergaben hier einen für den Gemeinschafts-raum bestellten "immerwährenden Weihnachtsbaum" samt Baumschmuck (Foto). In diesem Kindergarten hatte die Thüringer Kolpingjugend zusammen mit Eichsfelder Handwerkern in den Vorjahren  bereits wiederholt sehr willkommene Arbeitseinsätze geleistet.

  Text: Michael Meinung                    Fotos: Andreas Blümel


Verteilung der Weihnachtsspenden in Rumänien

Erste Fotos von der Verteilung der Weihnachtspäckchen an Bedürftige in Rumänien erreichten das Kolpingbüro. Die Mitglieder der Kolpingsfamilie Chisineu Chris in der Nähe von Arad waren in ihrem Ort bei den Ärmsten der Armen unterwegs und übergaben die Spenden.

Die 1.750 in ganz Thüringen gesammelten Weihnachtspäckchen sind nicht nur gut in Rumänien angekommen, sie werden auch noch vor Weihnachten an bedürftige Familien und alte Menschen verteilt. Die langjährigen Partner die Kolpingsfamilien vom Kolping Regionalverband Banat und der Verein "Impreuna" in Ineu haben diese Aufgabe übernommen und schickten erste Fotos. Diese sprechen für sich und brauchen keine nähere Erklärung.

         

             

                                          

    Text: Annette Müller   Fotos: privat aus Rumänien


   Karl Smettan erhielt Ehrenbrief des Freistaats Thüringen

    

Ministerpräsident Bodo Ramelow überreichte die Auszeichnung an den ehemaligen Diözesansekretär des Kolpingwerkes Diözesanverband Erfurt

Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstand des Kolping-Bildungswerkes Thüringen e.V. und seinem tatkräftigen Engagement, welches großen Einfluss auf die positive Entwicklung des Bildungswerkes hatte, wurde Karl Smettan für diese Ehrung vom Vorstand des Kolping-Bildungswerks vorgeschlagen. In seiner Zeit als Mitglied des Vorstandes fielen wichtige strategische Entscheidungen, die er mit Fachwissen und durch ein gutes Kontaktnetzwerk stets begleitete, wie der Aufbau des zentralen Standortes des Kolping-Bildungswerkes Thüringen e.V. im Erfurter Wermutmühlenweg, die Gründung der Förderschule „Adolph Kolping“ und die Übernahme der Trägerschaft für zwei Kindergärten im Stadtgebiet Erfurt. Auch die Übernahme des Jugendwohnhauses mit mehr als 80 Betten begleitete er strategisch. In seiner Funktion als Diözesansekretär des Kolpingwerkes Diözesanverband Erfurt nahm Karl Smettan auch eine wichtige Brückenfunktion zwischen dem Bildungswerk und dem Diözesanverband ein. Insbesondere auf sein Wirken ist eine enge, in Deutschland nahezu einmalige Verzahnung von Diözesanverband und Kolping-Bildungswerk zurückzuführen.

 Am Samstag, dem 10. Dezember 2016, konnte Karl Smettan in der Thüringer Staatskanzlei den Ehrenbrief des Freistaats Thüringen aus den Händen des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow entgegennehmen. Der Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes Thüringen e.V., Thadäus König, der Karl Smettan im Namen des Vorstands offiziell für diese hohe Ehrung vorgeschlagen hatte, nahm am Festakt teil und gehörte zu den ersten Gratulanten Karl Smettans.


Bundesversammlung wählte neuen Bundesvorstand

 

Mit Andreas Blümel ist der Diözesanverband Erfurt nun im Bundesvorstand vertreten

Bei der Bundesversammlung, die vom 21. – 23. Oktober in Köln stattfand, wurde ein neuer Vorstand für das Kolpingwerk Deutschland gewählt. Besonders erfreulich: Andreas Blümel, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Pößneck, ist nun Mitglied des Bundesvorstandes. Somit ist unser Verband auf Bundesebene vertreten und ist ganz nah dran an den Entscheidungen in Köln. Die fünf Delegierter, darunter der Diözesanvorsitzende Hans-Josef Kowarsch und der Diözesanpräses Suitbert Schellenberg hatten über mehr als zwanzig Anträge abzustimmen. So wurde zum Beispiel ein Memorandum zum Lebensschutz und die Forderung nach gleichen Beschäftigungs- und Einkommensbedingungen verabschiedet. Im Studienteil der Versammlung wurde ein, auf vier Jahre angelegter, Zukunftsprozess für das Kolpingwerk Deutschland angestoßen, an dem alle Diözesanverbände aktiv mitwirken sollen und der die Zukunft des Kolpingwerkes sichern soll.

 

 Text: Annette Müller   Fotos: Julia Klaus und Kolpingwerk Deutschland


Barmherzig sein, Not sehen, wirkungsvoll helfen

Bischof Dr. Ulrich Neymeyr erstmalig auf Thüringer Kolping-Wallfahrt in Worbis

Bei der traditionellen Thüringer Kolpingwallfahrt, die am ersten September-Sonntag (4.9.) bereits zum 36. Male stattfand, wurde in Predigt, Gebet und Anspiel das Wort Barmherzigkeit vielfältig bedacht. So erinnerte Festprediger Bischof Dr. Ulrich Neymeyr, der erstmals in "St. Antonius" von Worbis dabei war, an das gegenwärtige Jahr der Barmherzigkeit oder an die zur gleichen Stunde auf dem Petersplatz in Rom stattfindende Heiligsprechung von Mutter Teresa.
Die heilig gesprochene Ordensfrau sei eine Nachfolgerin jenes barmherzigen Samariters, von dem im Tagesevangelium die Rede war. "Ja, sie ist eine Heilige der Nächstenliebe, wie auch der selige Adolph Kolping!" Beide hätten die Nöte der Menschen gesehen und jeweils konkret angepackt. Der Bischof zeigte sich in diesem Zusammenhang sehr erfreut darüber, dass von Kolpingmitgliedern auch heute Nöte gesehen und Strukturen geschaffen werden, um wirkungsvoll helfen zu können, wie dies z.B. das Thüringer Kolping-Bildungswerk mache. "Denn: Wer eine Brille der Barmherzigkeit trägt, der kann Nöte leichter erkennen."

In der Abschlussandacht berichteten Jungen und Mädchen, wie sie sich mit 32 Gleichaltrigen in den Sommerferien bei den Eichsfelder "Kolping-Kinder-Tagen" durch Besuche in einem Altenpflegeheim oder bei der Begegnung mit syrischen Flüchtlingen dem Thema Barmherzigkeit genähert hatten.

Zu Beginn der Wallfahrt konnte Kolping-Diözesanpräses Pfarrer Suitbert Schellenberg (Apolda) neben dem Erfurter Bischof auch weitere Kolping-Präsides sowie Vertreter aus 17 Kolpingsfamilien aus Thüringen und aus den Diözesanverbänden Aachen, Hildesheim und Fulda herzlich begrüßen.

Text: M. Meinung  |   Foto: Benno Wand

 

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